Goffin´s Kakadu (Cacatua
goffini)

Der Goffin-Kakadu ist auf den
Tanimbar-Inseln beheimatet und auf Tual (Kai-Insel) durch die Menschen verbreitet. Diese
Art kommt nur auf den größeren Inseln vor. Dort leben sie in Wäldern und dringen auch
bis ins Kulturland vor. Sie leben in Paarbindungen in den Familienverbänden oder auch
in kleinen Gruppen. In dem Maifeldern richten sie hin und wieder Schäden an, werden aber
trotzdem nicht verfolgt. Die Paar brüten ganzjährig 2-3 Eier, selten auch mal 4 Eier.
Seit 1970 sind durch den Holzeinschlag die Populationen zurückgegangen.
Seinen Namen erhielt der Kakadu 1863
von Dr. O.Finsch, der ihn nach seinem Freund A.L.A. Goffin benannte. Erst in den 70er
Jahres d. Jh. kam es zu Einfuhren von kleineren Stückzahlen in Europa. Die Eingewöhnung verlief
problemlos.
Beim Kauf ist auf jeden Fall auf die
Übergabe der Cites zu achten. Damit wird der Kakadu bei Amt für Umwelt
und Natur (in unserem Falle in Darmstadt) wegen seines Artenschutzes
angemeldet
(siehe Gesetze!). In manchen Fällen könnte es sonst zu Beschlagnahmung des Tieres von
Seiten der Behörden kommen.
Größe und Geschlechtsunterschiede:
Der Hahn ist weiß, hat rosafarbene
Zügel, eine kleine runde Haube. Der Kopf mit rosa Anflug und die Flügel sind auf der
Unterseite gelblich, ebenso der Schwanz. Der Schnabel ist weißlich, die Iris schwarzbraun
und die Augenringe nackt und weiß. Bei der Henne ist die Iris rötlichbraun. Der
Goffin-Kakadu ist 32 cm lang und hat keine Unterarten.
Umgebung und Verhalten:
Der Goffin-Kakadu ist ein sehr
lebhafter Vogel, der durch Rufen in der Nacht auf seine Aktivität hinweist (besonders in
hellen Mondnächten). Sie rufen sehr laut, was bei der Anschaffung bedacht werden sollte.
Da der Goffin-Kakadu selten gezüchtet wird, sollte er nur mit Zuchtabsicht gehalten
werden. Die Unterbringung sollte in einer Aussenvoliere aus Ganzmetall mit beheiztem
Schutzraum sein, der mäßig warm sein sollte.
Nahrung:
"Was ist denn da los?"

Die Ernährung des Kakadus darf nicht fetthaltiges ein, um Leberschäden zu vermeiden. Sie
muss aus einer abwechslungsreichen
Kost bestehen. Frische
Zweige und Äste sollten nicht
nur zum Benagen, sondern auch zum Klettern angeboten werden. Der Bast unter der Rinde, vor
allem von Weiden und Birken wird besonders gerne verzehrt. Es enthält Vitamine und
Mineralstoffe.
Die tägliche Körnermischung sollte aus verschiedenen Hirsesorten, Glanz,
Buchweizen, kaum getrocknete Sonnenblumenkerne, etwas Hanf und wenig Nüsse als
Leckerbissen bestehen.
Auf dem
Obst- und Gemüse-Speiseplan stehen Äpfel, Hagebutten u.v.m. (siehe
"Ernährung").
Zum Grünfutter gehören Samenstände von Gräsern und Kräutern, Vogelmiere, Löwenzahn,
Disteln, Mangold und Knöterich gehören auch dazu. Salat sollte nur in geringer Menge aus
dem eigenen Garten gefüttert werden, da die Tiere darauf mit Durchfall reagieren können.
Auch tierisches Futter (Proteine) gehören zu den festen Bestandteilen des
Nahrungsbedarfes des Kakadus. Gerne nimmt er unter der Rinde des Baumes lebende Insekten
und Larven auf. Rohes, ungewürztes Fleisch (Gehacktes), sowie einmal
wöchentlich einen
Hühnerknochen an dem noch etwas Fleisch vom Broiler (Hühnchen) oder Suppenhuhn dran ist
sollte der Kakadu bekommen . Beides verzehrt er leidenschaftlich gerne, besonders das
Knochenmark. Außerdem sollten Pellets von Hunde- oder Katzenfutter (Fleisch oder Fisch)
oder Pellets für Legehühner angeboten werden. Der Kakadu mögen außerdem Quark, Joghurt
und Käse.
Ebenso wichtig sind die Mineralstoffe. Es gibt verscheiden Arten und Formen der
Mineralstoffe. Z. Bp. in Pulverform, daß man über das Futter geben kann, oder als
Granulat für eine separates Behältnis. Vitamine sind nach o.g. Fütterung eigentlichlicht mehr
zusätzlich von Nöten.
Brut:
"Huch!!"

Die Nageaktivität ist bereits Wochen
vor und auch nach der Paarungszeit besonders groß. Die Vögel wählen sich gerne
Höhlen mit einer Tiefe von 50-60 cm. Die Hähne sind gegenüber der Henne meist in
dieser Zeit sehr aggressiv. Trotzdem kommt es mehrmals täglich zu Kopulation, bis zur
Eiablage. Die 2-3 Eier werden im Abstand von 2-3 Tagen abgelegt. Höhlenkontrollen sollten
nicht durchgeführt werden. Während der Aufzucht wird das Futter um eine größere
Auswahl an Gemüse und frischen Maiskörnern ausgedehnt. Auch Milchpulver mit hohem
Proteingehalt , gewöhnliche Trockenmilch, Weizenkeimflocken und gerieben Möhren in
frischen Maiskörnern als Futtermischung werden gerne angenommen. Nach 2-3 Wochen sollten
die Eltern getrennt untergebracht werden.
"Flori
staubt!"
Grundreinigung nach einem intensiven Bad!:
Das Leben der Kakadus in
freier
Wildbahn: