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| Der Molukkenkakadu ist auf der Molukkeninsel Seram beheimatet und wurde 1788 das erste Mal nach Europa eingeführt. Auf den Inseln Saparua und Haruku ist er inzwischen ausgestorben. Verschiede Versuche der Verbreitung sind leider ebenso gescheitert. Auf Seram leben sie in Küstennähe und in hügeligen stark bewaldeten Gebieten bis zu einer Höhe von 1000m NN. Wegen ihres großen Interesse an dem Fruchtfleisch- und der Milch der Kokosnüssen richten sie dabei auf dem Pantagen große Schäden an. Sie leben in Paarbindungen oder auch in kleinen Gruppen. Die Nacht verbringen sie auf den Schlafbäumen, wo man sie kaum sehen kann jedoch das laute Geschrei hören kann. Nach ausgiebiger Gefiederpflege verlassen sie morgens den Baum um nach Nahrung zu suchen. Zwischen dem späten Vormittag und dem frühen Nachmittag machen sie Mittagpause in den Baumkronen, wobei wieder das Gefieder gepflegt wird. Danach suchen sie wieder bis in die Abendstunden nach Nahrung. Wegen ihres geringen Bestandes in Freiheit wurden sie 1989 im Anhang 1 des Washingtoner Artenschutzabkommens eingetragen. Deshalb muss beim Kauf ist auf jeden Fall auf die Übergabe der Cites zu achten. Damit wird der Kakadu bei Amt für Umwelt und Natur (in Hessen ist Darmstadt zuständig) wegen seines Artenschutzes angemeldet (s. "Gesetze"!) werden kann. Größe und Geschlechtsunterschiede: Der Molukkenkakadu gehört mit seinen ca. 55 cm Körperlänge zu den größten Papageien. Das Gefieder ist weiß mit einem leichten Hauch lachsfarben, der auf der Unterseite des Vogels etwas kräftiger wird. Die Haubenfedern sind lachsfarben bis rosa, darunter befinden sich rötliche Federn verschiedener Länge. Die Arm- und Handschwingen haben eine leicht orangefarbene Innenfarbe die sich teilweise bis zur Schwanzfeder hinzieht. Der Schnabel ist schwarzgrau und die Füße sind dunkelgrau. Die Endgültige Färbung der Augen findest erst im Alter von ca. 4 Jahren statt, wobei die Geschlechtsbestimmung ist bei dem Molukkenkakadu fast unmöglich, da beide Geschlechter eine dunkelbraun bis schwarze Iris haben. Umgebung und Verhalten: Der Kakadu sollte grundsätzlich in den allerbesten Umständen leben. Bei der Unterbringen dieser Vögel muss immer der kräftige Schnabel bedacht werden, der im Handumdrehen Hobelspäne aus den Volierestützen machen können (außer man hat sie mit Blechbeschlägen versehen). Die ideale Unterbringen ist sicherlich eine Kombination aus Innen- und Außenvoliere. Eine kräftiges Drahtgeflecht muss dabei auch bedacht werden. Das Mindestmaß der Voliere sollte pro Tier nicht kleiner als 2qm, bei einer Höhe von 2 m sein. Bei der Außenvoliere sollte eine Grundfläche von 3m Länge und 1m breite bei einer Höhe von 2 m in betracht gezogen werden. Die angebrachten Äste sollten möglichst weit auseinander liegen, damit die Vögel gezwungen sind zu fliegen. Ein Teil der Voliere sollte mit durchsichtigem Plastik oder ähnlichem von oben geschützt werden, da die Kakadus gerne draußen im Freien in einer geschützter Ecke sitzen, die aber am heißen Tagen keine Stauwärme bilden kann. Der Untergrund muss so beschaffen sein, dass von dort keine Ratten oder Mäuse eindringen könne, die ja bekanntlich Krankheitsüberträger sein könne. Der Innenbereicht sollte besonders während der Brutzeit eine elektronisch gesteuerte Beleuchtung haben, damit die Elterntiere auch Nachts den Weg in die Bruthöhle zurück finden. Durch eine schwache Nachtbeleuchtung wurde schon so manchen Küken vor den sicheren Hunger- und Erfrierungstode von den Eltern gerettet. Außerdem sollte die Voliere zwei Einfluglöcher haben, damit das Weibchen in der Paarungszeit eine Möglichkeit zur Flucht hat. Eine eingebaute Beregnungsanlage ist im Sommer bei den Kakadus gerne für erfrischende Duschen genutzt. In den Wintermonaten sollte die Innenvoliere auf 10 °C gehalten werden und bis zum Gefrierpunkt eine Ausflugsmöglichkeit in dem Außenbeeicht möglich gemacht werden. Die Fütterung sollte allerdings immer im Innenbereicht stattfinden.
Nahrung: Die Ernährung des Molukken besteht in der Hauptsache aus Saaten, Früchten, Beeren und Nüssen. Ab und zu fressen sie auch mal Insekten und Larven. (siehe "Ernährung"). Der Hauptbestandteil des Körnerfutter in der Brutzeit sollte gekeimt sind, denn es stellt die Grundnahrung zu etwa 50-60% der Gesamtfuttermengein dieser Zeit dar. Das Grundfutter z. Bp. aus folgenden Sämereien bestehen: Dari, Kardi, Kürbiskerne, Kiefernsaat, Weizen, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Haferkerne, Kanariensaat, Paddy-Reis, Milokorn, verschiedene Hirsesorten und Glanz. Kleine Mengen Nüsse (Achtung auf Qualität achten wegen der Gefahr auf Schimmelpilz!). Neben dem Körnerfutter benötigen die Tiere unbedingt Frischkost in Form von Obst, Gemüse und Grünfutter wie z. Bp. Apfel, Birne, Banane, Mandarine, Orange, Mango, Mandarine, Erdbeere, Himbeere, Ananas, Paprika, Gurke, Karotte, rote Beete, Kresse, Vogelmiere, Gras, Löwenzahn, Hirtentäschel ect. sollte man nicht an Straßenrändern oder mit Insektiziden gespritzten Pflanzen sammeln. Und diverses Zusatzfutter, wie z.B. frische Obstbaumzweige, Mineralstoffgaben, Grit, tierisches Eiweiß (vor allem während der Brutzeit!), halbreife Maiskolben oder auch Hirsekolben gereicht werden. Da Kakadus unbekannte Nahrung meist nur sehr zögerlich annehmen, sollte man das neue Futter immer wieder anbieten. Auch frische Zweige sind bei den Molukken gerne zum benagen genommen und bietet damit dem Tier wichtige Mineralien und Spurenelemente. Regelmäßig sollte man auch rohre oder gekochte Knochen von Huhn mit etwas Fleisch dran, Käse, Joghurt, Quark und hartgekochte Eier füttern um den Eiweißbedarf der Vögel zu decken. Nicht zu vergessen sind Vogelgrit, Sephiaschalen und Holzkohle. Bei der Gabe von Multivitaminpräperaten sollte man auf eine Überdosierung von Vitamin A und D achten, da die schädlich ist für das Tier.
Brut: Die Brutzeit des Molukkenkakadu ist in der freien Wildbahn von Ende März bis Anfang April. Als Brutplatz wählen sie eine Baumhöhle in großer Höhe. Während der Paarungszeit sind die Hähne oft dem Weibchen gegenüber so aggressiv, dass es zu schweren Verletzungen bis hin zum Tode kommen kann. Deshalb ist eine zweites Einflugloch für das Weibchen teilweise Lebensrettend. Sollte man dieses beobachten, sollte man das Paar trennen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder versuchen es zu vereinen. Selbstverständlich gibt es auch hier Ausnahmen. Als Nistmöglichkeiten sollte man Naturstammnisthöhlen anbieten und die natürliche Jahreszeit der Brut versuchen einzuhalten, also das Frühjahr. Nach dem Aufhängen des Brutkastens nagt der Kakadu das Schlupfloch meist noch etwas zurecht bevor dann der Einzug stattfindet. Meist werden 2 Eier abgelegt, die dann abwechselnd vom Hahn und der Henne bebrütet werden. Die Brutdauer beträgt ca. 29 Tage und die Jungen verlassen mit 14-15 Wochen gut genährt das Nest. Es kann auch den Jungen gegenüber zu Aggressionen des Männchens kommen. Es findet nur eine Brut im Jahr statt. Sollte das Erstgelege verloren gegangen sein kann es zu einem Nachgelege kommen. Es wäre sehr wünschenswert den Fortbestand dieser Art mit noch mehr Nachzuchten zu sichern!!! |
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