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Rupfer

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Rupfen  

... ist ein Art von Selbstverstümmelung und heutzutage ein häufig auftretenden Problem das alle Papageien und Sitticharten betreffen kann.     

    

In mancher Literatur geht man davon aus, dass das Rupfen auf psychischen Stress z.Bp. bei Einzelhaltung ausgeht, da die gegenseitige Gefiederpflege nicht stattfindet und dies aber wie man weis im Leben eines Papageien eine große Rolle spielt.

Man geht davon aus das der Vogel wegen Verlust des Partners oder wegen den o. g. Einzelhaltung zur übertriebenen Gefiederpflege und damit evtl. zum Rupfen. Ebenso kann nur das verrücken bzw. umstellen des Käfigs oder eine Überforderung (z. Bp. Wörter lernen) Stress und damit Rupfen zur Folge haben.

Außerdem wird auch eine Mangel an Eiweiß im Futter für möglich gehalten.

 

Eindeutige Anzeichen für das Rupfen sind:       

Kopf und Hals sind normal Befiedert, nur die Brust- Flügel- und Schwanzfedern (und die Stellen wo der Vogel sonst noch mit dem Schnabel hinkommt) sind deutlich verdünnt, kahl oder fehlen gänzlich. Durch ständiges nesteln im Gefieder werden die nachwachsenden Federn nicht richtig, also nur als Daunen, ausgebildet. Diese Tiere werden dann oft als Jungtiere angeboten, weil viele Menschen nicht wissen, dass z.Bp. junge Graupapageien keine "Kükenfedern" bilden, sondern vom nackten Vögelchen gleich ihr richtiges erwachsenen Federkleid bekommen.

Bei genauer Betrachtung der Feder unter der Lupe stellt man fest, dass Fraßspuren, außer an dem Federfahnen, vorhanden sind. (Siehe Zeichnung)

Eine ähnliche Optik biete sich auch beim Befall von Federringen. Hierbei findet man allerdings die Fraßspuren an der Federfahne. Bei genaueren beschauen stellt man fest, dass auch Eier der Federlinge (Nissen) dort abgelegt sind.

Veränderungen:       

Bei stark menschengeprägten Vögeln muss eine vermehrte Beschäftigung mit dem Vogel zur Veränderung seines Rupf-Verhalten unternommen werden.

Ist der Vogel ein Wildfang sollte eine Partnersuche oder die Abgabe zu anderen Papageien in eine Voliere in Betracht gezogen werden.

Ablenkung in jeglicher Hinsicht ist bei Rupfern das A und O. Hier sind Zweige zum Benagen und Klettern, eine Nisthöhle zum Verstecken bzw. Zurückziehen angebracht. Ebenso wichtig sind Luft, wöchentliches Baden (evtl. bestäuben mit der Blumenspritze) und Sonnenlicht (auch UV-Betrahlungen) sehr wichtig. Auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Es sollte abwechslungsreiche  Koste mit Obst, Gemüse und tierischem Eiweiß (Quark) gefüttert werden. Es können auch Kotelettknochen und Hundekuchen für die Mineralstoffversorgung angeboten werden.

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: michaela.geschke@vogelasyl.de 
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Stand: 02. Februar 2011